W14 Vermögensumverteilung als Ziel der sozialdemokratischen Politik

Status:
Erledigt

Die SPD möge auf dem Bundes- wie Landesparteitag beschließen, dem zunehmenden Auseinanderdriften von Einkommen und Vermögen in Deutschland durch Umverteilung entgegenzuwirken, um somit mehr soziale Gerechtigkeit zu ermöglichen.

Begründung:

Die Vermögensentwicklung der letzten Jahre wird aus sozialdemokratischer Sicht mit großer Sorge betrachtet. Immer weniger Menschen werden immer reicher und immer mehr Menschen besitzen immer weniger. 1998 verfügten die reicheren 10 Prozent der Privathaushalte über ca. 45 Prozent des Vermögens aller Privathaushalte. Im Jahr 2013 stieg diese Zahl auf ca. 52 Prozent an. Laut dem Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung ist diese Ungleichverteilung des Vermögens zwischen Reich und Arm die höchste in ganz Europa.

Viele der Maßnahmen, die die SPD bundespolitisch vorschlägt oder bereits umgesetzt hat, sind sinnvoll, jedoch wird die Entwicklung der Vermögensungleichheit davon kaum berührt. Wir als SPD entscheiden uns, gegen diese Vermögensungleichheit vorzugehen. Was wir dringend brauchen, sind Reformen, die darauf abzielen, die Vermögensverteilung in Deutschland gerechter zu gestalten.

Für die Gestaltung einer stabilen, zufriedenen und demokratischen Gesellschaft (soziale Gerechtigkeit) reicht es nicht aus, die vorhandenen Ressourcen durch progressives Steuerrecht, das auch bei Spitzeneinkommen und Unternehmensgewinnen durchgesetzt wird, gleichmäßiger zu verteilen. Vielmehr müssen darüber hinaus weitere Maßnahmen getroffen werden. Das Bewusstsein, dass der Beitrag jedes Einzelnen zur Gesellschaft wichtig und notwendig ist, muss gestärkt werden. Es soll nicht primär darum gehen, den Reichen etwas wegzunehmen und es den Armen zu geben, sondern vordringlich muss das Ungleichgewicht beseitigt werden zwischen völlig überzogenen Gehältern (z.B. Managergehälter) und  Gehältern, die trotz einer 40 Stundenwoche nicht ausreichen, einen Menschen oder gar eine Familie zu ernähren.

Empfehlung der Antragskommission:
Erledigt